eiko_icon Fahrer nach Unfall in Ruschwedel im Wrack eingeklemmt

Techn. Rettung > Verkehrsunfall
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Einsatzort Details

Ruschwedel Kreisstraße 49
Datum 04.07.2019
Alarmierungszeit 07:58 Uhr
Einsatzende 09:58 Uhr
Einsatzdauer 2 Std. 0 Min.
Alarmierungsart Melder
Mannschaftsstärke 28
eingesetzte Kräfte

FF Harsefeld
FF Ruschwedel
    Fahrzeugaufgebot   ELW  HLF 20/16  LF 16/12  MTF
    Verkehrsunfall

    Einsatzbericht

    In Ruschwedel hat sich wieder ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Volvo-Kombi prallte am Donnerstagmorgen gegen einen Baum. Der Fahrer war über eine Stunde in dem Wrack eingeklemmt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz.

    Das Unglück ereignete sich um kurz vor 8 Uhr auf der Kreisstraße 49 zwischen der Ortschaft Ruschwedel und der Gemeinde Apensen. Ein 48-jähriger Mann aus der Gemeinde Ahlerstedt war mit seinem Volvo V40-Kombi auf gerader Strecke in Richtung Apensen unterwegs. Vor ihm befand sich eine langsam werdende Fahrzeugkolonne. An deren Spitze fuhr ein 46 Jahre alter Mann aus der Gemeinde Brest, der mit seinem Nissan X-Trail-Geländewagen links in einen Wirtschaftsweg einbiegen wollte.

    Just in dem Moment, als der Nissan zum, Abbiegen ansetzte, überholte der Volvo nach Zeugenaussagen mit hoher Geschwindigkeit die Kolonne. Vermutlich war der Fahrer zu schnell unterwegs, sagte der Leiter der Harsefelder Polizeistation, Holger Heins, vor Ort. In dem Abschnitt sind 100 Stundenkilometer erlaubt. Der Volvo traf den Nissan. Der 48-Jährige verlor die Kontrolle über den Kombi, geriet erst nach links und dann nach rechts, kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Straßenbaum. Der Birkenstamm bohrte sich in die Karosserie.

    Der Fahrer war in dem Wrack eingeklemmt. Ersthelfer setzten den Notruf ab und kümmerten sich um ihn. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Ruschwedel und Harsefeld sowie die Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes aus der Rettungswache im Flecken Horneburg und einen Notarzt vom Elbe Klinikum aus der Kreisstadt Stade.

    Notarzt und Notfallsanitäter betreuten den eingeklemmten Volvo-Fahrer. Die Feuerwehrleute setzten schweres hydraulisches Rettungsgerät ein. Sie trennten die beiden linken Türen ab und öffneten das Dach, damit die Rettungskräfte den Schwerverletzten schonend aus dem Wrack befreien konnten. Der linke Fuß hatte sich in den eingedrückten Karosserieteilen verfangen. Der Patient war stabil und ansprechbar. Es dauerte mehr als eine Stunde, bis die Notfallsanitäter ihn auf die Trage hieven und im Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum bringen konnten.

    Der Nissan-Fahrer kam augenscheinlich mit einem Schock davon. Er wollte sich gegen den Rat der Einsatzkräfte nicht untersuchen oder im Krankenhaus behandeln lassen. Die Feuerwehrleute riefen einen Notfallseelsorger. Sie halfen bei den Aufräumarbeiten. Trümmerteile waren auf den Acker auf der anderen Straßenseite geflogen.

    Die Beamten der Harsefelder Polizeistation dokumentierten die Spuren des Unfalls und befragten Zeugen. Sie haben die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Die Kreisstraße 49 blieb während der Rettungs- und Aufräumarbeiten sowie der Unfallaufnahme für etwa zwei Stunden gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr örtlich um, zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht.

    Zuletzt war im Mai dieses Jahres ein 26-jähriger Autofahrer aus Buxtehude auf der Kreisstraße 49 bei Ruschwedel mit seinem Peugeot-Kombi gegen einen Baum geprallt. Der Wagen hatte in Windeseile Feuer gefangen. Ein Ersthelfer konnte den Mann in letzter Sekunde aus dem brennenden Wrack befreien.

    (Text/Fotos: Daniel Beneke, Stader Tageblat)

     

    sonstige Informationen

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