eiko_icon Großeinsatz in Hollenbeck

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Einsatzort Details

Hollenbeck
Datum 06.03.2018
Alarmierungszeit 21:34 Uhr
Einsatzende 04:00 Uhr
Einsatzdauer 6 Std. 26 Min.
Alarmierungsart Melder
Mannschaftsstärke 30
eingesetzte Kräfte

FF Harsefeld
FF Hollenbeck
    FF Ohrensen
      FF Kakerbeck
        Fahrzeugaufgebot   ELW  HLF 20/16  LF 16/12  MTF  Dekon P
        Hilfeleistung

        Einsatzbericht

        In den Abendstunden des 6. März begann gegen 21.30 Uhr ein sehr umfangreicher Feuerwehreinsatz, der erst um 3.00 Uhr in der Nacht beendet wurde.

        Anwohner der Straße Unterdorf hatten Gasgeruch bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Die eintreffenden Kräfte, forderten sofort Unterstützung des Energieversorgers an, da der Gasgeruch deutlich zu spüren war. Die kurz nach der Feuerwehr eintreffenden Mitarbeiter stellten bei ersten Messungen eine hohe Konzentration fest.

        Die Einsatzleitung sorgte für die Evakuierung von vier in der unmittelbaren Nähe der Einsatzstelle liegenden Häuser. Die zehn Bewohner kamen zunächst im Dorfgemeinschaftshaus unter. Die mitalarmierten Kräfte des Landkreises Stade, Gerätewagen Spüren und Messen, Führungsteam Umwelt und der Kreisbrandmeister Peter Winter.

        Die Kräfte des Landkreises kamen gerade von einem ähnlichen Einsatz aus Jork, bei dem ebenfalls an drei Stellen Gas ausgetreten war. Da am Vormittag ein neuer Warnstoff dem sonst geruchlosen Erdgas beigemischt worden war, lag die Vermutung nahe, dass ein Zusammenhang bestand. Die Mitarbeiter des Energieversorgers konnten diese Vermutung allerdings nicht bestätigen.

        Messungen ergaben, dass die vermutete Leckage sich an einem Schieber auf dem Bürgersteig befand. Messungen in den Häusern und Kellerräumen brachten ein negatives Ergebnis. Die Feuerwehr dehnte die Messungen auf Abwasser-und Regenwasserkanal aus, und stellte sehr hohe Konzentrationen fest. Es bestand akute Explosionsgefahr. Die komplette Straße wurde sofort geräumt, und auch die Personen, die im Dorfgemeinschaftshaus untergebracht waren mussten ein zweites Mal umziehen.

        Weitere Einsatzkräfte erreichten Hollenbeck. Die Umweltzüge Nord und Süd, der Rüstwagen der Stadt Stade und der Fernmeldezug mit dem Einsatzleitwagen.

        Die Mitarbeiter des Energieversorgers versuchten die Leckage freizulegen und abzudichten. Für die Feuerwehr war erstes Ziel eine weitere Ausbreitung des Gases im Kanalsystem zu verhindern. Dazu wurden Dichtkissen eingesetzt, die Abzweigungen verschlossen. Die starken eingesetzten Gebläse belüfteten das komplette System. Messungen nach gut 1 ½ Stunden ergaben geringe bis keine Konzentrationen. Es hatte geklappt, der Einsatz von einer enormen Menge an Material und Personal hatte Hollenbeck vor einer Katastrophe bewahrt.

        „Das war knapp“ meinte Kreisbrandmeister Peter Winter, der gegen 3.00 Uhr Entwarnung gab. Sichtlich erleichtert zeigte sich auch Samtgemeindebürgermeister Rainer Schlichtmann,

        über den guten Ausgang dieses Schadens.

        Die Bewohner konnten in ihre Häuser zurückkehren, und die Feuerwehr baute die Gerätschaften wieder ab.

        Es waren 25 Fahrzeuge mit 150 Feuerwehrleuten vor Ort. Die Johannieter aus Stade hatten mit vier Fahrzeugen und 10 Leuten ihre Verpflegungsstation aufgebaut.

        Nach knapp sechs Stunden endete einer der größten Einsätze, die Hollenbeck bisher erlebt hatte.

         

        sonstige Informationen

        Einsatzbilder

         

        Einsatzstatus

        Einsatzbereit