XXL Schlagernacht ein super Erfolg

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Auch die Absage des angekündigten Stars Jürgen Drews konnte die Stimmung nicht trüben.

1500 Gäste waren in die Eissporthalle gekommen um mit Schlagerstars und Feuerwehr 125 jähriges Jubiläum zu feiern. Die XXL Schlagernacht, veranstaltet von Klaus Eckhoff dem Wirt der Harsefelder Festhalle und organisiert von der Feuerwehr, entwickelte sich zu einem super Event.

Zunächst hatte es für die Organisatoren einen kleinen Schock gegeben: Kurz nach dem Mittag hatte Stargast Jürgen Drews wegen einer Krankheit alle Wochenendtermine abgesagt. Fieberhaft hatten sich die Verantwortlichen daraufhin bemüht adäquaten Ersatz zu bekommen. Unter Mitwirkung des Künstleragenten Jan Mewes gelang es die Sänger Axel Fischer-„Amsterdam“- und Olaf Henning –„Cowboy und Indianer“- zu verpflichten.

Trotzdem hatten alle Beteiligten weiche Knie als sie um 20.00 Uhr auf die Bühne kamen und den 1500 Gästen mitteilten das der Stargast erkrankt sei. „Ihr könnt uns steinigen, aber wir können es leider nicht ändern,“ so der Ortsbrandmeister Olaf Jonas.

Die Anspannung und Enttäuschung legte sich schnell als die Harsefelderin Kate van der Weck ihren ersten großen Auftritt im Heimatort absolvierte. „Ein Heimspiel ist immer etwas Besonderes“ meinte Kate nach ihrem Auftritt in einem kurzen Gespräch. Sie freute sich, dass ihre Songs so gut ankommen. Ihre drei Hits waren in den vergangenen Wochen sogar in den Charts gelistet. Nach einer kurzen Pause mischte sich ihr Team unter das Publikum und feierte mit den Harsefeldern die Schlagernacht.

Während der Konzertpause bereitete sich Anna Maria Zimmermann auf ihren Auftritt vor: „Ich finde es schön wenn Alt und Jung zusammen feiern,“ meinte die Sängerin, die 2005 bei einer Casting-Show den Sprung auf die Bühne schaffte. „Das gibt immer tolle Partys und geht nur mit Schlagern.“ Sprach´s und verschwand in Richtung Bühne. Mit Hits wie „Himmelblaue Augen“ und „Scheißegal“ heizte sie ihrem Publikum mächtig ein. Sie tanzt und springt über die Bühne und mit Zurufen wie „Harsefeld gehört mein Herz“ traf sie den Geschmack der Harsefelder, die Ihr Idol feierten. Selbst eine improvisierte Hymne auf die Feuerwehr stimmte sie an. Für viele Gäste hätten es noch einige Zugaben mehr sein können.

Der kurzfristig eingesprungene Kollege Axel Fischer versucht zu Beginn seiner Show eine Handybotschaft für den erkrankten „König von Mallorca“ aufzunehmen. Mit vielen Cover-Songs, die man durchaus als „Ohrwürmer“ bezeichnen kann, mischt er die Halle weiter auf. Auch sein größter Hit „Amsterdam“ darf nicht fehlen. Volle Punktzahl für den eingesprungenen Axel Fischer.

Weiter geht es mit dem nächsten Paukenschlag: Kai Christiansen als DJ Ötzi Double brachte gleich den Ortsbrandmeister Olaf Jonas mit auf die Bühne und versuchte mit ihm ein Duett zu singen. Der nicht ganz textsichere Jonas überließ dem Profi dann auch schnell wieder das Rampenlicht. Der vielen Harsefeldern bereits bekannte Kai war vor zwei Jahren bereits in einer Schlagernacht aufgetreten. Die Bezeichnung „Rampensau“ ist durchaus angebracht. Er genießt jede Minute seines Auftrittes. Zu dem bekanntesten Lied „Anton aus Tirol“ formierte sich eine Polonaise, die nicht enden wollte.

Gegen 23.30 Uhr traf Olaf Henning in Harsefeld ein er hatte einen wahren Marathon auf der Straße absolviert. Am Mittag stand er noch in Bremen auf der Bühne. Direkt im Anschluss ging es zu einem Auftritt nach Dortmund, und nun wieder hoch in den Norden nach Harsefeld. Der Künstler genießt die momentane Ruhe in der Umkleidekabine. Vor dem Auftritt noch kurz die Batterien wieder aufladen. Für den erkrankten Jürgen einzuspringen sei Ehrensache: „Mache ich gern für einen Kollegen“ so Olaf Henning. Die Fahrerei mit durchschnittlich 1500 Km am Wochenende ist schon eine Belastung, aber „der Job

entschädigt“. Er hätte den schönsten Beruf der Welt, und zu Hause in seinem 3000-Einwohner Dorf düse er immer mit einer kleinen Vespa durch die Gegend. Meinte der Künstler mit einem Schmunzeln.

Seit 20 Jahren ist Henning auf den Bühnen unterwegs. Er schafft es auch in Harsefeld nach Mitternacht das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Über fünf Stunden lief Programm in der Harsefelder Eishalle mit tollem Licht, tollen Sound und tollen Gästen. Die Veranstaltung hat ihren Namen verdient.

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