Aktiver Feuerwehrdienst bis 67

Der Ahlerstedter Schützenhof war für einen Abend Zentrum der Samtgemeindefeuerwehr.

Vor einer beeindruckenden Kulisse von über 300 Feuerwehrleuten und Gästen konnte Gemeindebrandmeister Heiko Wachlin die 37.te Versammlung der Gesamtwehr eröffnen. Unter den Gästen Samtgemeindebürgermeister Reiner Schlichtmann, Bürgermeister Ahlerstedt Uwe Arndt, acht Mitglieder des Feuerschutzausschusses mit ihrem Vorsitzenden Ingo Cohrs, Kreisbrandmeister Peter Winter und sein Stellvertreter Henning Klensang.

Die Einsatzzahlen sind gegenüber 2015 gesunken teilte der Gemeindebrandmeister in seinem Jahresbericht mit. 2016 lagen sie bei 191 gegenüber 222 im Vorjahr. Sie teilen sich in 33 Brände, 102 technische Hilfeleistungen und 56 sonstige. Bei den sieben Verkehrsunfällen mit eingeklemmter Person, waren vier mit tödlichem Ausgang.

Die Mitgliederzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. So sind in den 16 Einzelwehren rund 600 Aktive tätig davon 41 Frauen. In den drei Jugendfeuerwehren sind 53 Mitglieder. Einen besonderen Dank gab es für den Samtgemeinderat, der wie schon in den vergangenen Jahren, hohe Beträge bereitstellt um die Feuerwehr auf den neuesten Stand zu bringen. Enttäuscht zeigte sich Wachlin über die, nach seiner Meinung, unzureichende Zuteilung von Lehrgängen an den beiden Feuerwehrakademien in Ley und Celle. 40% der beantragten Lehrgänge bei manchen auch nur 20% seien einfach zu wenig. Er hoffe aber dass nach dem Neubau in Celle sich die Situation ändert.

Einen Einblick in seine Arbeit als Notfallseelsorger im Sprengel Stade gab Andreas Hellmich Pastor und Feuerwehrmann aus Bargstedt. Der Gemeindepastor ist verantwortlich für Bremervörde-Zeven, Rotenburg, Stade und Buxtehude. Er war auch verantwortlicher Einsatzleiter bei dem Eisdielenunfall in Bremervörde. Es sei sehr wichtig, das bei schlimmen Einsätzen ein Ansprechpartner für betroffene Angehörige und auch Feuerwehrleute vor Ort ist. „Die Klamotten kann ich in den Spint hängen, die gesehenen Bilder nicht“ so der Bargstedter Seelsorger.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Henning Klensang überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehr. 2250 Einsätze haben die Kreisfeuerwehren im vergangenen Jahr bearbeitet. Darunter auch spektakuläre, wie das Großfeuer im Buxtehuder Industriegebiet mit 250 Einsatzkräften.

Es werde sicher im laufenden Jahr wieder eine Änderung des Brandschutzgesetz geben so Klensang. Das Land denkt darüber nach die Altersgrenze für Feuerwehrleute auf 67 Jahre heraufzusetzen.

Samtgemeindebürgermeister Reiner Schlichtmann griff in seinem Grußwort die Dienstzeitverlängerung bis 67 Jahre auf. In den Gremien des Niedersächsischen Städte und Gemeindebund gäbe es durchaus kritische Stimmen zu diesem Vorschlag. Letztlich entscheide aber jeder Feuerwehrmann(Frau) selber aufzuhören oder nicht.

In der aktuellen Haushaltsplanung, so Schlichtmann, habe die Feuerwehr wieder mit rund 800.000€ einen sehr hohen Einzelposten. Baumaßnahmen in den Gerätehäusern Oersdorf und Reith beginnen 2017. Neue Fahrzeuge für Hollenbeck, Bargstedt und Ohrensen sind oder werden ausgeliefert. Die Ausschreibung für neue Einsatzleitwagen in Harsefeld und Ahlerstedt beginnt.

Für den Bürgermeister ist das Ehrenamt in der Samtgemeinde besonders ausgeprägt, und so ist es auch wichtig für Rat und Verwaltung gute Rahmenbedingungen für die 600 Freiwilligen zu schaffen.

Im Verlauf der Veranstaltung sprachen Kreisbrandmeister und Gemeindebrandmeister 91 Ehrungen und Beförderungen aus.

Eine besondere, in der Samtgemeinde bisher noch nicht vergebene, Auszeichnung erhielt Frank Brettschneider aus Ohrensen. Das Feuerwehrehrenzeichen am Bande für Zivilpersonen des Niedersächsischen Innenministers erhielt er für 40 Jahre Kassen- und Schriftwart der Feuerwehr Ohrensen. Außerdem verfasste er die Jubiläumsschrift.

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